Dominik Neidhart, am 8. Juli 1968 geboren, begann schon als 10-jähriger aktiv zu segeln, zur gleichen Zeit begann seine Handballkarriere (5 Jahre Nationalliga A Spieler) . Nach seinem Matura-Abschluss widmete er sich der Musik und dem Segelsport. Im Jahr 2000 gewann er als erster Schweizer den Louis-Vuitton-Cup. Daraufhin wurde er als Crew-Mitglied der «Alinghi» angeheuert (Sieger «America’s Cup» 2003). Auf der «Alinghi» belegte er die Position eines «Grinders» und war somit für das Setzen der Segel an der Winch verantwortlich. Dies ist eine der physisch anstrengendsten Arbeiten auf einem Regattaboot. Da Bedienungsfehler sehr rasch zum Mastbruch führen, ist neben Muskeln auch ein klarer Kopf wichtig. Gegenwärtig konzentriert er sich, neben weitergehenden Aktivitäten im Sitzensport, auf sein Medizinstudium in Zürich.
Spitzenleistungen im Team – lernen vom Segelsport
«Kurbeln, Grinder das ist mein Ding!» Grinder ist eine körperlich sehr anspruchsvolle Position. Man muss schnellkräftig sein und braucht gute Schultern. Als Grinder muss man aber nicht nur kurbeln (Segel setzen oder einziehen), sondern auch segeln können.
Die Position verlangt Kraft und Konzentration. Man muss laufend mitdenken, antizipieren und genau wissen, wo das Boot im Rennen liegt und welches Manöver als nächstes ansteht, denn zum langen Nachdenken bleibt keine Zeit. Man kann sich keine Fehler erlauben, darum wird auch jeder Handgriff hunderte Male geübt. Grinder können zudem das Boot enorm beschädigen, wenn sie in die entgegengesetzte Richtung oder im falschen Gang kurbeln. Immerhin sind bis zu 15 Tonnen Zug auf den verschiedenen ‚Seilen’.
Dominik Neidhart versteht es meisterhaft, seine gewonnen Eindrücke aus dem Segelsport in die Businesswelt zu übertragen.
