31. Engelberger Symposium

titelbild

 

Imagination
Die Kraft unserer inneren Bilder

31. Engelberger Symposium vom 23.- 24. November 2017

 

Leitgedanke

«Logik wird Dich von A nach B bringen. Imagination bringt Dich überall hin»
(Albert Einstein)

 

Es gibt sie, die inneren Bilder, die uns dazu bringen, uns zu öffnen, Neues zu entdecken und gemeinsam mit anderen nach Lösungen zu suchen. Diese inneren Bilder stimulieren unsere Emotionen, Kreativität und Innovation. Jede Wirklichkeit entsteht in der Vorstellung. Die Kraft unserer Vorstellung ist Antrieb für unsere Willenskraft. Unsere Imagination ist also eins der mächtigsten Werkzeuge in uns. Die erfinderischsten und erfolgreichsten Menschen sind stets sehr kreative Köpfe, deren Imagination eine zentrale Rolle einnimmt. Innere Bilder – das sind all die Vorstellungen, die wir in uns tragen und die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Es sind Ideen und Visionen von dem, was wir sind, was wir erstrebenswert finden und was wir vielleicht einmal erreichen wollen. Es sind abgespeicherte Muster, die wir benutzen, um uns in einer immer komplexeren Welt zurechtzufinden.

Wir brauchen diese Bilder. Mit ihnen planen wir unsere Handlungen, erkennen und meistern wir unsere Herausforderungen. Traum, Zufall und Imagination haben die Kraft, unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Zusammen bilden sie einen inneren Kompass, der uns sicher durch‘s Leben führt. Gute Ideen entstehen, wenn man ausgetretene Pfade verlässt, neue Perspektiven einnimmt, bereit ist, vorherrschende Annahmen über Bord zu werfen und seiner Imagination Raum gibt. Lassen wir unsere inneren Bilder lebendig werden an einem Kraftort, der geeigneter dafür nicht sein könnte. Willkommen zu unserem 31. Symposium – Willkommen im Kloster Engelberg.

 

Programm

 

Donnerstag, 23. November 2017
09:00 – Abt Christian
Eröffnung des 31. Engelberger Symposiums
09:15 – Nina Remmers
Einstimmung auf das Thema
Flurin Caviezel
Einführung und Moderation
09:30 – Iso Camartin
Bilder im Kopf – unser Verhängnis oder unser Glück?

Camartin

Der Publizist und Essayist Iso Camartin ist ein «Homme de Lettres» par excellence und ein Aufklärer aus Leidenschaft. Seine zahlreichen Publikationen spielen inhaltlich stets südlich der Vernunft. Der ordentliche Professor für rätoromanische Literatur und Kultur an der ETH und an der Universität Zürich lehrte und forschte über sprachlich-kulturelle Minderheiten und über die Kulturgeschichte des Alpenraums. Als Literaturkritiker war er in verschiedenen Jurys tätig, unter anderem beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt.Die «Sternstunde Kunst» moderierte er 3 Jahre lang, leitete danach die Kulturabteilung des Schweizer Fernsehens DRS und war fast zehn Jahre verantwortlich für die «Opernwerkstatt» am Opernhaus Zürich. Iso Camartin lebt als freier Autor und Publizist in Zürich, Disentis und New Brunswick (NJ)
10:15 – Kaffeepause
10:45 – Armando Ruinelli
Architektur mit inneren Bildern im Kopf

Ruinelli

Ist Architektur imaginär? Und welche Spielräume des Imaginären werden durch Gebautes oder durch Baupläne eröffnet? Mit seiner stringenten, architektonischen Richtung gibt der bekannte Architekt aus dem Bergell Antworten und Denkanstösse.
Armando Ruinelli ist in Soglio geboren und seit bald vierzig Jahren dort tätig. Er kennt das Tal wie seine Westentasche und hat ihm architektonisch eine zeitlose Gültigkeit gegeben. Heute ist er eine Leitfigur der Schweizer Architektur. Ruinelli kennt
die Herausforderungen guter Architektur und ist sich dieser Verantwortung voll bewusst. Seine Bauten tragen eine klare Handschrift, sind kompromisslos und werden im In– und Ausland wegen ihrer Detailgenauigkeit gerühmt.
Armando Ruinelli ist gefragter und geschätzter Experte in vielen Ausschüssen und Gremien, zahlreiche Auszeichnungen und Preise
würdigen die Kreativität seiner Schaffenskunst.
11:20 – Kurze Pause
11:30 – Volker Hesse
«Wir sind aus jenem Stoff, aus dem die Träume sind…»
Über die Entwicklung szenischer Phantasie

Hesse

«Le Sacre del Gottardo» hiess die Inszenierung, die er 2016 zur Eröffnung des Gotthard Basistunnels geschaffen hat. Mit hunderten von DarstellerInnen (Profis und Laien) erfand er Bilder von der Härte der Arbeit im Stein, von Dämonen und Mythen der Bergwelt, vom Zusammenprall nördlicher und südlicher Lebensweisen.
Seit über vier Jahrzehnten spielt sein Leben auf und neben der Bühne. Sie ist sein Lebensinhalt, Beruf und Berufung. Als Regisseur und Theaterleiter wirkt er an vielen kulturell wichtigen Orten: Basel, Düsseldorf, Köln, München. Er leitete das Zürcher Neumarkt Theater (1993–1999) und das Maxim Gorki Theater Berlin (2001–2006). Bekannt wurden auch Grossproduktionen mit Laien: das Einsiedler Welttheater (2000 und 2007) oder die Tellspiele in Altdorf (2008 und 2012).
Es gelang ihm, Traditionen des Schweizerischen Volkstheaters mit anspruchsvollen zeitgenössischen Theaterkonzepten zu verbinden.
Mehrere Inszenierungen von Volker Hesse wurden fürs ARD, ZDF oder das Schweizer Fernsehen aufgezeichnet. Er erhielt Preise an internationalen Festivals, beim Berliner Theatertreffen und 2010 den Hans-Reinhart-Ring, die höchste Ehre im Theaterleben der Schweiz.
12:15 – Gemeinsames Mittagessen im Benediktinerstift
14:00 – Honey Thaljieh
Imagination auf 105 x 68 Meter
Grosses beginnt mit einem kleinen Kick

Thaljieh

Sie ist Palästinenserin, Christin, Profi-Fussballerin in ihrem Land und erste Captain der palästinensischen Frauen-Nationalmannschaft. Bereits als Siebenjährige kickt sie begeistert mit gleichaltrigen Jungen – nicht das übliche Freizeitvergnügen für Mädchen in Bethlehem. Später setzte sie sich dafür ein, dass mehr Mädchen diesen Sport für sich entdecken konnten, und war schliesslich massgeblich am Aufbau des palästinensischen Frauenfussballs beteiligt. Mit ihrer heutigen
Stelle als Kommunikationsverantwortliche bei der FIFA setzt sie ihr Engagement fort, durch Fussball Jugendliche auf der ganzen Welt zu ermutigen und in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken.
Ihr beherztes Vorgehen in dieser Angelegenheit begründet sich auf ihrem unerschütterlichen Optimismus und der Fähigkeit, ihrer
Imagination Raum zu geben und sich von ihr leiten zu lassen.

«Das Leben ist nichts ohne Hoffnung und ein Lächeln» formulierte sie einst..

Dieser Vortrag wird in Englisch gehalten.

15:00 – Pause
15:30 – Adolf Ogi
Hinterm Horizont geht‘s weiter – Politik braucht Visionen

Ogi

Wohl kein anderer Schweizer ist so mit einem Zitat verknüpft wie er. Selten hat ein Politiker mit so viel Weitsicht Projekte angepackt, diese mit Beharrlichkeit verfolgt und sich mit Leidenschaft für deren Umsetzung eingesetzt.
Adolf Ogi blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: Technischer Direktor des Skiverbandes, Generaldirektor Intersport Schweiz, Präsident der SVP, Bundesrat, Bundespräsident und UNO-Untergeneralsekretär von Kofi Annan und Ban Ki-moon – um nur einige Stationen seiner Politlaufbahn zu nennen.
Dem Politiker aus Kandersteg wird eine weltoffene Sichtweise attestiert, die stets Antrieb zu vielen Veränderungen war. So konnte er zum Beispiel trotz enormer Widerstände und 30-jährigem Ringen nach 17 Jahren Bauzeit das Jahrhundertbauwerk, den Gotthard Basistunnel, eröffnen. Wirklich losgelassen hat Adolf Ogi die grosse Politik nie.
Immer wieder meldet er sich zum Weltgeschehen oder zur Innenpolitik mit klaren Aussagen zu Wort. «Ich bin kein Akademiker und kein Verwalter. Ich war und bin Gestalter». Adolf Ogi ist und bleibt Visionär, er kann politisch um die Ecke sehen, er
ahnt das Kommende und er sieht, was Anderen noch verschlossen ist.

17:00 – Ende des ersten Symposiumstages

19:00 – Apéro unter Sternenhimmel, anschliessend Abendessen im ländlich sittlichen Ambiente

Freitag, 24. November 2017

09.00 – Einführende Gedanken in den zweiten Tag
09.15 – Workshops / Austausch mit den Referenten

11:15 – Teo Gheorghiu
Der Klang der inneren Bilder

Gheorghiu

Musik ist für ihn vitale Notwendigkeit und integraler Bestandteil seines Lebens. Bereits in frühster Kindheit war er überzeugt, dass das Klavier immer etwas ganz Wesentliches sein würde.
Teo Gheorghiu, als Rumäne in der Schweiz geboren, mit kanadischem Pass, einer Londoner Internatszeit, einem Studium in Philadelphia und nun wieder nach London zurückgekehrt, hat seine Berufung zum Beruf gemacht. Das Vitus Wunderkind von damals ist erwachsen geworden. Der 25-jährige überzeugt am Piano mehr denn je, spielt auf den grössten Bühnen der Welt und ist Preisträger zahlreicher, renommierter Auszeichnungen.
Emotional und enthusiastisch entführt der junge Pianist die Zuhörer in seinem Spiel auf eine Zeitreise. Teo Gheorghiu hat die Gabe vom ersten Ton seines Spiels eine Klangwelt zu erschaffen, die unweigerlich Bilder am inneren Auge vorbeiziehen lässt. Genau nuancierend, von jauchzenden bis zu schwermütigen Stellen entlockt der Pianist der Partitur Epochales.

12.30 – Abschliessende Gedanken

12.45 – Gemeinsames Mittagessen im Benediktinerstift

14.00 – Ende des 31. Engelberger Symposiums

Mittwoch, 22. November 2017

 

Ein Tag des Rückzugs im Benediktinerkloster. Sie werden auf das Thema des Symposiums eingestimmt und haben Zeit zur Selbstreflexion. Der Ablauf des Tages ist eingebettet in den Tagesablauf der Mönche. Sie haben Gelegenheit am Konventamt am Morgen sowie am Abendgebet der Mönche teilzunehmen.

Thema 1: Abt Christian
Imagination als Quelle der Inspiration

Abt Christian

Die Regel des hl. Benedikt kennt einige Bilder, die in den Mönchen einiges auslösten und auslösen. Bilder, die aus dem alltäglichen Leben kommen, aber eine tiefe Tiefe erhalten, wenn sie in einem spirituellen Umfeld durchdacht werden. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, um solchen Imaginationen zu begegnen, sie aufzuschlüsseln und für unsere eigene Bilderkammer nutzbar zu machen.

Abt Christian ist seit 2010 der 59. Abt der Benediktinerabtei. Die klostereigenen Betreibe und Schulen mit über 130 Angestellten führt er zusammen mit seinem Geschäftsführer unternehmerisch, umsichtig und mit viel Geschick. Mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft gehen, Barmherzigkeit nicht nur predigen, sondern auch leben sind zwei wichtige Botschaften, die Abt Christian am Herzen liegen.

Thema 2: Dr. Henning Beck
Der Blick hinter die Kulissen unseres Gehirns

Beck

Was sind Bilder im Kopf? Wie erzeugt das Gehirn Konzepte, Denkmuster und Vorstellungen? Können wir dieses Denken beeinflussen, um Probleme besser zu lösen und auf neue Ideen zu kommen? Wie tickt unser Gehirn wirklich? Und wo wohnt eigentlich der Geistesblitz? Unser Gehirn ist faszinierend und stellt die Wissenschaft immer noch vor zahlreiche Rätsel.
Dr. Henning Beck ist promovierter Neurowissenschaftler aus Leidenschaft. Er studierte in Tübingen Biochemie, ist deutscher Meister im Science Slam, arbeitete in Berkeley, Kalifornien, schrieb die Bücher «Hirnrissig» und «Irren ist nützlich» und ist derzeit als Neurobiologe in Frankfurt tätig.
Verständlich und praxisnah erklärt er hoch komplexe Zusammenhänge der Neurowissenschaften, überträgt sie auf alltägliche Themen
und kombiniert neurobiologische Erkenntnisse mit innovativen Wirtschaftskonzepten.

Das Mittagessen wird im Kloster eingenommen

 

 

Organisation

 

Datum ⁄ Zeit:

Donnerstag, 23. November 2017, 9.00 Uhr
bis Freitag, 24. November 2017, 14.00 Uhr

Tagungsort:

Tagungsort ist der grosse Festsaal des Benediktinerstifts Engelberg mit seiner einmaligen Atmosphäre.

Hotels:

Wir reservieren Ihnen gerne ein Hotelzimmer Ihrer Wahl.

Teilnahmegebühr:

Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 2’900.– + MwSt.

Darin inbegriffen: Tagungshonorar, Tagungsunterlagen, Erfrischungen und Mittagessen im Benediktinerstift sowie das Abendessen
vom 23. November. Zusätzliche Kosten werden direkt vom Hotel in Rechnung gestellt.

* Zusatzangebot:

Am 22. November haben Sie die Gelegenheit, sich im Kloster auf das Thema des diesjährigen Symposiums ganz speziell einzustimmen. Darüberhinaus gibt es Zeit und Raum zur Selbstreflexion. Die Teilnahmegebühr dieses Zusatzangebots beträgt CHF 800.–. Um die besinnliche Atmosphäre des Klosters zu wahren ist die Teilnehmerzahl beschränkt.

Broschüre:

Die gedruckte Broschüre finden sie hier.

Anmeldung:

Mit dem untenstehenden Formular, per E-Mail (info@remmers.ch) oder telefonisch (+41 41 725 25 10) können Sie sich anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Bei Abmeldung bis drei Wochen vor Symposiumsbeginn werden 30% der Seminarkosten in Rechnung gestellt. Danach ist der volle Betrag zu entrichten, wenn kein Ersatzteilnehmer genannt wird.

 

Name *
Firma
Funktion
Strasse *
PLZ ⁄ Ort *
Telefon
Mobile
E-Mail *
Ich nehme bereits am Mittwoch, 22. November 2017, das Zusatzangebot «Ein Tag im Kloster» wahr und zwar mit:
 Abt Christian: Imagination als Quelle der Inspiration
 Dr. Henning Beck: Der Blick hinter die Kulissen unseres Gehirns

Gerne reservieren wir auf Ihren Namen ein Hotelzimmer Ihrer Wahl:
 H+ Hotel & SPA (ehemals Ramada Hotel Regina Titlis)
 Hotel Schweizerhof
 Hotel Spannort

Einzelzimmer (Anzahl Nächte):
Doppelzimmer (Anzahl Nächte):